Samstag, 8. Oktober 2005

Gefängnis Afrika

In Mellila und Ceuta im Norden Afrikas versuchen täglich Hunderte die Grenzzäune zu überwinden.

Als Konsequenz ordnet die spanische Regierung an, die Zäune entlang der zehn Kilometer langen Grenze in Mellila von drei auf sechs Meter zu erhöhen und lässt die Flüchtlinge nach Marokko abschieben.

Grenzzaun zwischen Mellila und Marokko

Die Hilforganisation Ärtze ohne Grenzen berichtet in einer Pressemitteilung:

Ein Team der internationalen Hilfsorganisation ÄRZTE OHNE GRENZEN ist in der Wüste im Süden Marokkos auf eine Gruppe von über 500 Einwanderern aus dem subsaharischen Afrika gestoßen. Die Menschen berichten, die marokkanische Polizei habe sie in Bussen und auf Lastwagen in die Wüstengegend 600 Kilometer südlich von Oujda gebracht, nachdem sie von der spanischen Polizei unter anderem aus Ceuta und Melilla abgeschoben worden waren. Anschließend wurden die Einwanderer sich selbst überlassen.

Grenzzaun zwischen Spanien und Marokko

Ist das Antwort der Ersten Welt auf die Probleme der Dritten Welt? Es werden Hilfsgelder gezahlt, alle paar Jahre werden die Schulden erlassen, aber ansonsten wollen wir nichts wissen. Täglich sterben 24.000 Menschen an Unterernährung. Das sind in einem Monat mehr Menschen, als Frankfurt am Main Einwohner hat, die alleine an Hunger sterben! Nicht eingerechnet sind die Toten der unzähligen Bürgerkriege...

Aber wir schließen einfach unsere Augen und falls es doch jemand schafft aus dem Gefängnis Afrika zu entfliehen und es nicht mit seinem Leben bezahlt, so wird er einfach zurückgeschickt.

(Bildquellen: heute.de/Reuters)

Mehr Werbung!

TVBlogger.de berichtet:

Der ProSiebenSat.1-Vermarkter SevenOne Media erweitert die Werbemöglichkeiten im Programm seiner Sender um das sogenannte “Sponsoring-Icon”. Werbekunden können eine Sendung sponsern, ihr Firmenname wird dann in der Sendung eingeblendet. [...] Für die Dauer von 5 Sekunden wird das Logo eines Werbetreibenden mit dem Zusatz “präsentiert von” am unteren Bildschirmrand eingeblendet. Pro Sendungsteil ist ein “Sponsoring-Icon” buchbar.
Ich bin dafür Filme im Fernsehen zu verbieten und nur noch Fernsehen à la sonnenklar.tv oder QVC zuzulassen.

Abenteuer Bahn

Bahnfahren ist doch immer wieder etwas Schönes (Die Bahn ist bei uns in Südbaden sogar pünktlicher geworden). Es sei denn, es gibt einen Unfall, wie am Mittwoch Abend in Friedrichshafen, als ich gerade von Ulm aus in Richtung Basel unterwegs war.

Es fing alles gut an: 17:59 Abfahrt. Fast pünktlich sogar! Wie immer schlafe ich gemütlich, in der Hoffnung, ohne umsteigen zu müssen in knapp vier Stunden daheim zu sein. So merke ich auch garnicht, dass wir eine halbe Stunde im Bahnhof in Ravensburg stehen, bis dann die Durchsage kommt, der Bahnhof Friedrichshafen sei wegen Feuerwehreinsatz "auf unbestimmte Zeit" gesperrt und wir könnten nicht weiter fahren. Der Zug würde hier enden. Juhuu! Alles raus aus dem Zug und verwirrt auf dem Bahnsteig gestanden. Ich schließe mich einer handvoll Personen an, die sich auf den Weg zum Stellwerk auf Gleis 1 machen, wo ein sichtlich orientierungsloser Fahrdienstleiter uns erklärt, er wisse auch nichts, bloß dass die Feuerwehr die Strecke gesperrt habe. Auf die Frage nach einem Schienenersatzverkehr kam dann die ziemlich kompetente Antwort, er sei nicht dafür zuständig und wenn wir einen Bus haben wollten, so sollten wir ihn doch selber zahlen.

Fünf Minuten später zeigte er sich dann wieder und es hieß, in Karlsruhe habe man jetzt doch drei Busse angefordert. Diese kamen dann auch eine halbe Stunde darauf und fuhren uns alle in den gesperrten Bahnhof nach Friedrichshafen. Dort gab es dann endlich das erste kompetente Bahnpersonal, das uns in den nächsten Bus nach Marzell verfrachtet hat.

Sie wissen nicht, wo Marzell ist? Ich bisher auch nicht. Aber es ist der erste Bahnhof hinter Friedrichshafen, der freigegeben war. Von der Busfahrt werde ich nun nicht erzählen. Diese lief ziemlich unspäktakulär ab. Wie eine Busfahrt nunmal ist. Angekommen in Marzell kam zu unser aller Überraschung die Durchsage, die Strecke sei wieder freigegeben und unser Zug würde wieder zurück nach Friedrichshafen fahren. Wie schade, dass es so dunkel war, sonst hätte man die Rundreise ja noch nutzen können, diese wundervolle Gegend näher kennenulernen. So kamen wir dann mit zwei Stunden Verspätung und auf Umwegen in Friedrichshafen an, wo schon feststand, dass ich meinen Heimatbahhof kurz vor Basel nicht mehr erreichen würde, da der nächste Zug nur noch bis Singen fahren sollte. Also anstehen in der langen Schlange vor dem Serviceschalter, wo eine größere Menge anderer Personen das gleiche Problem zu haben scheint. Taxigutschein bekommen. Wieder auf den Zug und nach weiteren zweimal umsteigen um Mitternacht in Waldshut angekommen. Einige Diskussion mit dem Taxifahrer, der erstmal seinen Chef anrufen musste und dann zu sechst in einem Bus-Taxi Richtung Heimat.

Dort bin ich dann sogar angekommen. Um 1 Uhr nachts, drei Stunden später als erwartet, aber ziemlich glücklich, nicht die Nacht auf einem Bahnhof verbracht haben zu müssen.

So hatte die Geschichte wieder mal ein Happy End und ich freue mich schon darauf wieder eine Abenteuerreise bei der Bahn buchen zu dürfen.

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